Grunddaten über die Entwicklung des SV Hertha Finsterwalde

 1905 Ein Stück Acker wurde von der Nehesdorfer Kirche abgekauft, auf dem sich das heutige Sportplatzgelände befindet.
 1907 Der Arbeitersportverein Hertha Finsterwalde wird gegründet, im gleichen Jahr erfolgt die Einweihung des Sportplatzes.
 1914-1916 Durch den Ausbruch des 1.Weltkrieges im Jahre 1914 wurden viele Sportfreunde als Soldaten eingezogen, so dass der Spielbetrieb bis 1916 eingestellt werden musste. Für die im 1.Weltkrieg gefallenden Sportfreunde wurde auf dem Sportplatzgelände ein Gedenkstein errichtet. Ab 1916 wurde wieder mit 2 Männermannschaften, einer Jugendmannschaft und einer Schülermannschaft der Spielbetrieb aufgenommen.
 1933 Auf Veranlassung des Naziregimes wurde der Verein enteignet und aufgelöst.
 1947 Neugründung des Vereins SV Hertha Finsterwalde mit den Abteilungen Fußball und Tischtennis, erster Vorsitzender wird Walter Münnich.
 1948 Die Abteilung Kegeln wird gegründet.
 1949 In der DDR wird der Sport den Betrieben angegliedert, SV Hertha wird in Konsum umbenannt.
 1950 Es erfolgt der Wechsel zu Kjellberg Finsterwalde, erster Vorsitzender wurde P. Radlach.
 1952 Es wird die Umbenennung in BSG Motor Finsterwalde Süd vorgenommen, Sk R. Heinrich wird als Vorsitzender gewählt und blieb es bis 1987. Im gleichen Jahr erfolgte die Gründung der Abteilung Radsport, deren erster Leiter H.-D. Reichert heute noch Abteilungsleiter ist.
 1953 Der Finsterwalder Spielmannzug wurde in die BSG Motor Süd aufgenommen.
 1956 Die Gymnastikfrauen nahmen ihren Übungsbetrieb auf. Deren Leiterin E. Richter wurde später als Stimme des Süd-Platzes bekannt, sie war bis zum Jahr 2001 die Sprecherin auf dem Sportplatz.
 1959 Die Handballer von Motor West wechselten zu Motor Süd, im gleichen Jahr wurde die Abteilung Radsport mit der Sportart Radball erweitert. 1961 kam dann Radpolo dazu.
 1975 Die Radwanderer kamen von Lok Finsterwalde zu Motor Süd.
 1982 Es betrieben 690 Sportfreunde unter 113 Übungsleitern in 6 Abteilungen Sport.
 1988 Die Gymnastikgruppen wurden mit der Gruppe "Versehrtensport" erweitert.
 1989 Im Jahr der Wende zählte die BSG Motor Finsterwalde Süd 1068 Mitglieder die in der Zeit von 1956 bis 1989 mit ihren freiwillige Eigenleistungen Werte von ca. 500.000 Mark geschaffen haben. Aus der BSG Motor Finsterwalde Süd gingen aber auch bekannte DDR-Sportler hervor, wie die mehrfachen DDR-Meister im Radpolo Christa Lichan und Hannelore Kuhl. Wolfgang Stamm von den Radsportlern wurde mehrfacher DDR-Meister und konnte, genauso wie Günter Hoffmann internationale Erfolge erzielen. Bekannte Fußballer wie der mehrfache DDR-Nationalspieler H.-J. Riediger aus Berlin, Peter Blüher als Torwart beim FC Carl-Zeiss Jena und nicht zu vergessen "Fußballgott" Detlef Irrgang als Spieler beim FC Energie Cottbus haben bei der BSG Motor Süd das Fußball-ABC gelernt.
 1990 kam es zur Umbenennung in den SV Hertha Finsterwalde, die Umstruktuierung des Vereins und die gesellschaftspolitische Veränderungen bewirkten eine rapiden Mitgliederschwund in den Folgejahren. So musten z.B. die Fußballer den Weggang von 20 Spielern der 1. und 2.Männermannschaft verkraften, die nach dem Zusammenbruch des Trägerbetriebes Schweißtechnik (heutiges Kjellberg) neue Arbeit in den westlichen Bundesländern fanden. Die dadurch entstandenen Lücken konnten nur mit viel Mühen geschlossen werden.
 1997 Laut Statistik zählte der SV Hertha Finsterwalde noch 380 Mitglieder.
 2001 Heute zählt der SV Hertha Finsterwalde 394 Mitglieder in 8 Abteilungen.



Einige sportliche Daten der Abteilung Fußball

 1952/53 erstmaliger Aufstieg in die Bezirksliga Cottbus (damalige 3.Liga der DDR)
 1959 3.Platz in der Bezirksliga Cottbus (inzwischen zur 4.Liga abgestuft)
 1963/64 Abstieg aus der Bezirksliga Cottbus in die Bezirksklasse
 1968/69 Aufstieg in die Bezirksliga Cottbus (inzwischen wieder 3.Liga)
 1971/72 3. Platz Bezirksliga Cottbus und der Spieler Hubert Michalek wurde Torschützenkönig
 1975/76 3. Platz Bezirksliga Cottbus und der Spieler Hubert Michalek wurde Torschützenkönig
 1977/78 Abstieg aus der Bezirksliga Cottbus
 1978/79 Aufstieg in die Bezirksliga Cottbus
 1980/81 Abstieg aus der Bezirksliga Cottbus
 1988/89 Aufstieg in die Bezirksliga Cottbus
 1991/92 Abstieg aus der neugegründeten Landesliga Süd Brandenburg
 1994/95 Abstieg aus der Landesklasse Süd in die Kreisliga Elbe-Elster
 1998/99 Kreismeister Elbe-Elster und Aufsteiger zur Landesklasse
 1999/2000 Abstieg aus der Landesklasse
 2000/01 9. Tabellenplatz nach Abschluß der Saison in der Kreisliga Elbe-Elster
 2001/02 Erst im letzten Spiel der Saison 2001/02 konnte unsere 1.Mannschaft mit einem 2:1 Heimsieg gegen Schönewalde der Klassenerhalt in der Kreisliga gesichert werden. Im Nachwuchs konnte man in den Altersklassen F-, E-, D-, C- und A-Junioren Kreispokalsieger werden. Außerdem wurden die C-Junioren Kreismeister und damit Aufsteiger in die Landesklasse.
 2002/2003 Die verjüngte 1.Mannschaft schaffte einen guten 5. Platz in der Kreisliga Elbe-Elster. Unsere Alten Herren wurden Kreismeister der Altliga. Der Nachwuchs bescherte uns ein ganz erfolgreiches Jahr. So wurden die B-Junioren und die C-Junioren jeweils Staffelsieger in der Landesklasse. Die B-Junioren stiegen in die Landesliga, der höchsten Nachwuchsliga im Land Brandenburg auf. Dazu kam der Hallenkreismeistertitel der C-Junioren. Unsere D-Junioren und F-Junioren wurden Kreismeister und Kreispokalsieger. Die E-Junioren wurden Zweiter in der Meisterschaft und holten den Kreispokal. Bei den Hallenlandesmeisterschaften wurden sie überraschend Vierter. Ein großes Talent aus unserem Nachwuchs, Felix John, schaffte es die magische Grenze von 100 Toren zu übertreffen. Er schoss bei den Punkt- und Pokalspielen der D- und E-Junioren insgesamt 101 Tore.
 2003/04 Unsere 1.Mannschaft spielte die ganze Saison gegen den Abstieg und konnte diesen verhindern. Die Alten Herren wurden Dritter der Kreismeisterschaft und verpassten nur knapp die Titelverteidigung. Unsere A-Junioren wurden Kreismeister, Kreispokalsieger und Hallenkreismeister. Außerdem erreichte man die Endrunde zur Hallenlandesmeisterschaft und wurde dort Achter. Unsere B-Junioren konnten die Landesliga halten, mussten aber aus personellen und finanziellen Gründen freiwillig in die Landesklasse absteigen. Den C-Junioren ging es ebenso. Obwohl man Sechster in der Landesklasse wurde, musste auch der Weg in die Kreisliga gegangen werden. Unsere D- und E-Junioren wurden Kreismeister. Die E-Junioren krönten die erfolgreiche Saison mit dem Pokalsieg.

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